Bericht: Egon Faber

Wanderfahrt der Senioren des AV-Betzingen am 19.05.2011

Im vollbesetzten Bus ging die Fahrt über Tübingen - Rottenburg zur Autobahn A 81 bis Ausfahrt Donaueschingen und weiter durch den Schwarzwald nach Grafenhausen - Rothaus um in der Badischen Staatsbrauerei Rothaus AG eine Betriebsbesichtigung durchzuführen. Im Hof der Brauerei wurden die Senioren von Frau Hehr in Empfang genommen, sie übernahm dann die Führung durch den Betrieb. Vorneweg begann es im Vorführraum mit einem Film über 25 Minuten, der einen Einblick in die 200 jährige Geschichte der Brauerei gab. 1791 wurde die Brauerei Rothaus durch das Kloster St. Blasien gegründet. Der Standort war günstig gewählt, er bot ausreichend Wasser und Holz zum Heizen in der direkten Umgebung und lag direkt an der Kreuzung zweier wichtiger Handelswege. 1806 fiel die Brauerei Rothaus im Zuge der Säkularisierung an das Großherzogtum Baden. 1892 wurde zum ersten Mal das Bier in Flaschen abgefüllt. 1904 vernichtete ein Großbrand große Teile der Brauerei, der Wiederaufbau dauerte bis 1905. Nun ging die Führung durch sämtliche Stationen der Bierherstellung, vom Sudhaus mit 81 Tanks mit je 1800 Hektoliter Fassungsvermögen, über den Weizenbierkeller, Gärraum, Flaschenabfüllanlage, wo 60000 Flaschen pro Stunde abgefüllt werden. An jeder Station gab die Führerin eine ausführliche Erklärung ab. Nach ca. eineinhalb Stunden war die sehr aufschlußreiche Führung zu Ende und man begab sich in die Brauereigaststätte um das Mittagessen einzunehmen.

Die Gruppe vor dem Hüsli

Anschließend besuchten die Senioren in der Nähe das "Hüsli" mit seinem Heimatmuseum, bekannt durch die Fernsehserie "Schwarzwaldklinik". Nach diesem Besuch wanderte die Gruppe auf einem Naturlehrpfad nach Grafenhausen. Hier konnte man sich u.a. an vielen Tafeln informieren über Vogelschutz - Fledermausschutz - Pilzen u.v.m.. Vorbei am Badesee "Schlüchtsee" ging es weiter auf einem Promenadenweg mit weiteren Infotafeln über verschiedene Baumarten von dieser Gegend wie Feldulme, Serbische Fichte, Stieleiche, Mamutbaum, Mehlbeere und Koloradotanne. Nach all diesen informativen Eindrücken fuhr man weiter zur "Tannenmühle", einem sehr bekannten Ausflugsort mit Mühlenmuseum, Laurentiuskapelle und einer Kindererlebniswelt mit Streichelzoo. Hier wurde die Kaffeepause eingelegt, ehe man wieder Richtung Heimat fuhr. Ein großes Lob gab es für den Organisator Ludwig Beck, zweiter Vorsitzender des Albvereins Betzingen, der alles bestens organisiert hatte.


© Albverein Betzingen 26.05.2011