Bericht: Ursula Rauscher

Stromberg - Wein, Wald und Helenenstein am 20.09.2009

Am vergangenen Sonntag trafen sich 33 Wanderer des Albverein Betzingen, trotz schlechter Wetteraussichten, zu einer Wanderung quer über den Stromberg. Mit Bus und Bahn gelangte man nach Freudental, wo zunächst eine kleine Ortsbesichtigung auf dem Programm stand. Bekannt wurde der Ort durch Wilhelmine von Grävenitz, die dort Anfang des 18. Jahrhunderts 24 jüdische Familien ansiedelte. Wanderführerin Ursula Rauscher erzählte vor dem Schloss, das König Friedrich I. als Sommerresidenz diente, aus dem Leben der "Landverderberin" und dem deutsch-jüdischen Gemeindeleben. Die Kirche im Stil des "Unterländer Barock mit Welscher Haube", Mäuseturm, das ehemalige jüdische Frauenbad, Judenschlössle und ehemalige Synagoge, sowie der Sieben-Misteleshof, einige sehr hübsch renovierten Wengerter-Häuschen, waren weitere Besichtigungspunkte. Danach ging es hinaus zu dem am Waldrand gelegenen Jüdischen Friedhof, durch alte Streuobstwiesen, vorbei am Stutendenkmal, hinauf in die Weinberge von Hohenhaslach. Durch den ehemals königlichen Forst, mit seinem artenreichen Baumbestand, gelangten die Wanderer zur Mittagsrast an die 1583 erstmals erwähnte Pfeiferhütte. Nach einem kurzen Abstecher zum Altertum, dem steinernen Jagdstand von König Friedrich I., erreichten die Wanderer den Michaelsberg. Der schweißtreibende Aufstieg bei Sonnenschein und strahlend blauem Himmel wurde mit einem herrlichen Blick über das herbstlich gefärbte Zabergäu und das Neckartal belohnt. Über die Kapuziner-Staffeln und das Hofgut Katharinenplaisir gelangte man schließlich zur Besenwirtschaft Leiterwägele, dem Endpunkt der Wanderung.


© Albverein Betzingen 25.09.2009