Bericht: Werner Becker

Sechs Tage am Wörthersee vom 09.-14.09.2008.

Mit 45 Teilnehmern fuhr der Bus über die Autobahn Ulm, München, Salzburg Richtung Villach. Viel Wissenswertes wurde unterwegs über einen geplanten Erdgasspeicher bei Rosenheim, vom Chiemsee, Salzburg und über die Eisriesenwelt erzählt. Ab Krems fuhren wir dann über die Nockalmstraße. Mit 52 Kehren auf einer Länge von 35 Kilometer. Sie ist ein Erlebnis besonderer Art! Am höchsten Punkt 2042 ü.N.N. bei der Eisentalhöhe, wurde ein Besichtigungsstopp eingelegt. Bei traumhaftem Wetter und guter Fernsicht wurde das einmalige Panorama bewundert. Am späten Nachmittag erreichten wir unser Hotel in Krumpendorf am Wörthersee.

Am zweiten Tag fuhren wir mit dem Schiff, bei herrlichem Sonnenschein, ab Pörtschach, vorbei an dem malerischen Maria Wörth, das mit seinen zwei Kirchen auf einer felsigen Halbinsel liegt. Die Uferpromenade bis Velden mit den mondänen Villen wurde betrachtet. In Velden an der Schiffanlegestelle, gegenüber ist das bekannte Schloss vom Wörthersee. Besitzer ist Gunter Sachs. Velden hat eine bunte Vielfalt von Gebäuden, Jugendstiel, Barock und englischer Landhausstiel sowie die modernste Spielbank Österreichs. Am Nachmittag fuhren wir zum 851 m hohen Pyramidenkogel. Bevor uns der Aufzug zur Plattform brachte, gab es einen Sektempfang anlässlich eines Geburtstages. Von dem 54 m hohen Aussichtsturm hat man einen grandiosen Rundblick über den Wörthersee, das Klagenfurter Becken, zu den Hohen Tauern und den Julieschen Alpen. Auf der Rückfahrt besichtigten wir noch die Kirchen von Maria Wörth. Sehr zufrieden mit dem gesehenen, fuhren wir mit dem Schiff zurück nach Krumpendorf.

Am dritten Tag besuchten wir die Burg Hochosterwitz. Erste urkundliche Erwähnung 860! So sieht eine Burg im Märchen aus. Auf der Spitze eines 160 m hohen Felssockels stehen umfangreiche Befestigungsanlagen aus dem 16. Jahrhundert. Auf einem steilen Weg, der durch 14 Torgebäude hinaufführt, erreicht man die Burg. Seit 400 Jahren gehört sie, bis zum heutigen Tag, den Herren von Khevenhüller. Ein örtlicher Führer führte uns durch die Räumlichkeiten und erzählte die Burggeschichte. Weiter ging die Fahrt vorbei am Ossiachersee nach Villach. Bei dem Besuch konnte der höchste Kirchturm von Kärnten und die St. Jacob Kirche besichtigt werden. Zahlreiche Renaissance Häuser umsäumten den Hauptplatz. Beim bummeln wurden viele schöne Ecken entdeckt.

Am 4. Tag besuchten wir zuerst Minimundus. Hier stehen die schönsten und berühmtesten Bauwerke, detailgetreu im Maßstab 1:25. Etwa 170 Modelle sind zu bewundern. Bei dem Rundgang wird es nie langweilig, da man immer wieder auf der 26 000 qm großen Parkfläche neben der Bepflanzung, altertümliche Züge, sowie neue ICE Züge sieht. Nach einer kurzen Rast ging es weiter nach Klagenfurt. Die Stadt darzustellen würde den Bericht sprengen. Das Wahrzeichen der Stadt ist der Lindwurm und steht auf dem NEUEN Platz. Es ist ein repräsentativer Platz. Der Dom der "Allerheiligsten Dreifaltigkeit" geweiht, ist die Kathedrale der Gurker Bischöfe. Eine Stadtführerin zeigte uns viele historische Gebäude und Plätze. Ihr lebendiger Vortrag und die schöne Stadt werden uns in Erinnerung bleiben. Bei angenehmen Temperaturen ließen wir den Tag im Strandcafe am Wörthersee ausklingen.

Am 5. Tag war der schönste romanische Dom der Welt auf dem Programm. Der Dom zu Gurk. Ein sehr guter Führer erklärte die Geschichte des Doms seit Kaiser Heinrich 2. Besonders beeindruckend waren die Fresken in der Bischofskapelle ca. 800 Jahre alt. Das größte Fastentuch Österreichs aus dem Jahre 1458. Das romanische Samsonrelief, es zählt zu den besten Plastiken jener Zeit. Der goldstrahlende Hochaltar zeigt 72 große Figuren, die 82 Engelsköpfe nicht gerechnet. Das Gewölbe der Krypta ruht auf hundert Säulen. Die Aufzählung könnte noch fortgesetzt werden . Beeindruckt verließen wir den Wallfahrtsort. Auf der Rückfahrt besichtigten wir noch St, Veit, den Marktplatz, die Pestsäule, das Rathaus mit seiner prächtigen barocken Fassade.

Letzter Tag, Heimreise. Nach dem Frühstück ging es bei Regenwetter über die Autobahn, Villach, Salzburg, München in die Heimat. Sechs schöne Tage voller Erlebnisse gingen zu Ende. Horst Herzig fasste noch einmal das erlebte zusammen und bedankte sich beim Reiseleiter Ludwig Beck für den reibungslosen und harmonischen Verlauf.


© Albverein Betzingen 06.10.2008