Halbtageswanderung am Montag 05.06.2006

Bericht: Egon Faber

Botanische Wanderung des Albvereins Betzingen.

Für die diesjährige botanische Wanderung hatte Wanderführer und Naturschutzwart Rudi Digel das Naturschutzgebiet „Hirschauer Berg“ ausgesucht. In Fahrgemeinschaften fuhren 43 botanisch interessierte Wanderer über Tübingen nach Hirschau, dem Ausgangspunkt der Wanderung. Vom Parkplatz weg ging es durch ein Neubaugebiet und anschließend auf einem Trampelpfad hinauf auf den Höhenweg durch das Naturschutzgebiet „Hirschauer Berg“. Hier konnte Rudi Digel den vielen Teilnehmern seine fachlichen Kenntnisse in der Botanik vermitteln. So war um diese Jahreszeit die Vegetation noch etwas zurück, doch in den ehemaligen Weinbergen gab es trotzdem viel zu sehen. Vom Regierungspräsidium und dem Naturschutz wurden die Weinbergmauern wieder aufgebaut und instand gesetzt, somit gedeihen hier Wärme liebende Pflanzen und Tiere. Viele seltene Schmetterlinge kann man ebenfalls beobachten. Hier machte Naturschutzwart Rudi Digel die Wanderer auf die verschiedenen Pflanzen aufmerksam und gab auch einige Erläuterungen dazu. So z.B. gab es zu sehen: Die Wilde Resede, die ursprünglich im Mittelmeergebiet beheimatet war; die Osterluzei, giftig durch Aristolochiasäure; das breitblättrige Kreuzlabkraut und Wiesenlabkraut; der blutrote Storchenschnabel, früher eine Heilpflanze zur Blutstillung. Weiter ging es auf dem Höhenweg mit herrlicher Aussicht auf die Albkette vom Roßberg bis zum Hohen Zollern, sowie ganz in der Nähe zur Wurmlinger Kapelle und hinunter nach Hirschau. Immer wieder konnte Digel seine fachlichen Kenntnisse über die heimische Flora den Teilnehmern kundtun und so war es für manchen überraschend was alles in unserer schönen Heimat an geschützten Pflanzen blüht und gedeiht. Vom Helmknabenkraut, ein Orchideengewächs; Wiesen Salbei; Esparsette; Lichtnelke; Weiße Wucherblume, ein Korbblütlergewächs; Fliegenragwurz, ein seltenes Orchideengewächs; Klappertopf, schwach giftig; über Zypressen, Wolfsmilch, Lattich, Weißer Schwalbenschwanz, enthält das giftige Vincetoxin, Waldvögelein, kleiner Wiesenknopf, eine alte Heilpflanze, u.v.m. gab es zu sehen. Über den „Hirschsprung“ ging es wieder hinunter nach Hirschau zum Ausgangspunkt. Ludwig Beck sprach zum Abschluss Dankesworte an Rudi Digel für die schöne und lehrreiche Wanderung aus.


© Albverein Betzingen 12.06.2006