Auf der Schwäbischen Alb entlang der Europäischen Wasserscheide
April - Oktober 2004


Berichte: Egon Faber


"Extra wandern"

1. Etappe 2. Etappe 3. Etappe 4. Etappe
5. Etappe 6. Etappe 7. Etappe



© Albverein Betzingen 20.10.2004




Extra-Wanderer des Albvereins Betzingen wieder unterwegs.
Der Leiter der Extra-Wanderer, Werner Schmidt, hat für dieses Jahr Wanderungen entlang der Europäischen Wasserscheide auf der Schwäbischen Alb ausgesucht. Sie beginnt in Villingen-Schwenningen und führt in 18 Etappen (366 km) bis nach Zöbingen auf der Ostalb.
Nach dem Umsetzen der Fahrzeuge wanderten 31 Teilnehmer vom Ausgangspunkt bei Trochtelfingen zunächst in Richtung Steinhilben (810 m) durch das Gewann "Ittenhalde" vorbei an einer ehemaligen Kläranlage. Steinhilben, Teilgemeinde der Stadt Trochtelfingen. Die Ritter von Steinhilben, 1247 erwähnt, sind bis ins 16. Jh. nachweisbar. 1386 kaufte das Kloster Güterstein von einem Diem von Steinhilben den größten Teil seiner Güter. Später gehörten große Teile des Ortes den Fürstenbergern, er ging dann an Hohenzollern-Sigmaringen über. Weiter ging es auf unmarkiertem Weg am Schneeberg (812 m) vorbei durch den Wald bis zum ersten, nach Waldaustritt, links abgehenden Schotterweg. Dieser führte weiter am Waldrand entlang, links der Killberg (798 m) und weiter zum unbekannten Aussichtspunkt Dachenstein (829 m) mit seinem Aussichtsturm der auf einem interessanten Felsstotzen thront. Der Ausblick nach Norden über Felder und Wiesen ermöglichte die Sicht auf Groß- und Kleinengstingen. Von hier ging es weiter, steil abwärts nach Meidelstetten, wo beim Schützenhaus die Mittagspause eingelegt wurde. Hier gab Wanderführer Werner Schmidt, anhand von Karten, einige Erläuterungen über die Europäische Wasserscheide. Auf markierten Wegen ging es weiter und nach überqueren der B 312 kamen die Wanderer auf einen Fahrweg durch das Waldgebiet "Schönbergle" zur Friedenshütte. Von hier wanderte man durch einen schönen Mischwald bis zum Endziel Offenhausen das nach 20 km erreicht war. In der ehemaligen Klosterkirche von Offenhausen ist ein Pferdemuseum untergebracht und ganz in der Nähe entspringt die Große Lauter, die zur Donau fließt. An der Klostermauer ist eine Infotafel über das ehemalige Nonnenkloster "Gnadenzell" angebracht. Dankesworte gab es von Ludwig Beck an den Wanderführer der wieder alles gut organisiert hatte. Seitenanfang



Extra-Wanderer des Albvereins Betzingen auf der 2. Etappe der Europäischen Wasserscheide.
Auch bei der zweiten Etappe konnte sich Wanderführer Werner Schmidt, beim Ausgangspunkt Trochtelfingen, wieder über eine rege Beteiligung von 36 Wanderern freuen. Trochtelfingen aus der ältesten urkundlichen Nennung "Truhdolvingen", um 1161, eine der ältesten Alamannensiedlungen der Gegend, gegründet worden. Reste der mittelalterlichen Wehranlagen lassen heute noch auf die Bedeutung Trochtelfingens schließen. Von hier ging es zunächst ca. zwei Kilometer auf einem Teersträßchen übergehend in einen Feldweg, vorbei an einem Hinweisstein über die Landschaftsneuordnung 1975-1999 Flurbereinigung mit Gemeinschaftsmaschinenhallen "Lairen" . Nach überqueren der L 7158 kam die Wandergruppe in den nahegelegenen Wald und weiter zur Ruine Holstein (815 m NN). Der Name der Ruine auf dem Felsen über dem Laucherttal könnte von "höl" (heilig) oder "häl" (steil) herrühren. Edelfreie Herren von Hölnstein (Holingstein) wurden vom 11. bis 13. Jh. als Dienstmannen der Grafen von Achalm genannt. In dieser Zeit ist wohl auch die Burg entstanden. Von der Ruine existieren nur noch Teile der Umfassungsmauer, ein 8 Meter hoher Teil des Donjons sowie Reste des Burgbrunnens. Von hier hatten die Wanderer einen herrlichen Blick ins Laucherttal mit Stetten u.Holstein. Nach einer kurzen Pause ging es weiter über den Heilenberg und Kobel (812m) zur Ruine Hohenerpfingen (785 m). Wer Hohenerpfingen - eine Art Donjon oder Wohnturm- in der ersten Hälfte des 12. Jh. erbaute ist nicht bekannt. Die Burg war jedoch im 14. Jh. Eigentum der Herren von Salmendingen und wurde von ihnen auch bewohnt. Ab 1385 lebte hier wohl niemand mehr. 1838 kaufte Graf Wilhelm von Württemberg die Ruine mit der Absicht, hier eine romantische Ritterburg zu bauen. Nach dem Abstieg von der Ruine kamen die Wanderer zum sogenannten "Kurgarten" von Erpfingen, ein Lehrgarten mit ca. 80 Arten von Kulturpflanzen, Küchenkräutern, Heilkräutern und Pflanzen für den Bio Garten (sollte jedoch gepflegt werden). Durch das Melchinger Tal an der Sommerbobbahn vorbei ging es hinauf zur Ruine Hohen Melchingen( 825m). Das Geschlecht derer von Melchingen taucht urkundlich um 1100 auf, Erweiterung bis ins 15 Jh.. Restauriert 1975/80 vom Albverein Melchingen. Von der Ruine aus hatte man einen schönen Blick auf den Himmelberg mit seinen Windkraftanlagen. Wanderführer Werner Schmidt gab immer wieder Erläuterungen über die oberirdische und unterirdische Wasserscheide. Weiter führte der Weg durch Melchingen und über die Ruine Salmendingen von der, unmittelbar über dem Ort, nur noch Reste erhalten sind, hinunter nach Salmendingen, dem Endziel der Wanderung das nach 20 Kilometern erreicht war.
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Die Extrawanderer des AV-Betzingen unterwegs von Salmendingen nach Hechingen.
Vom Ausgangspunkt Salmendingen wanderten die 19 Teilnehmer unter der Leitung von Werner Schmidt zunächst durch den Ort und nach einem Kilometer hatte man schon den Blick zur Salmendinger Kapelle auf dem 886 Meter hohen Kornbühl, der als geologischer Zeugenberg gilt . Über einen 1886 angelegten Kreuzweg mit 14 Stationen, die den Kalvarienberg symbolisieren, ging es hinauf zur St. Anna Kapelle, die Anfans des 16. Jh. erbaut wurde und ist nach mancherlei Veränderungen 1968/69 grundlegend erneuert worden. Der Renaissance Altar stammt aus der zweiten Hälfte des 17. Jh.. Die Glocken sind in einem offenen Glockenstuhl auf gehängt, die Architektur wirk deshalb ausgesprochen südländisch. Hinunter ging es durch eine Wacholderheide und weiter auf einem Teersträßchen zum nahegelegenen Wald mit einem kurzen Abstecher zum Hirschkopf mit seinem gewaltigen Bergsturz. Der Rückweg führte auf dem HW 1 (Alb-Nordrand-Weg) bis zur Schutzhütte auf dem Dreifürstenstein (854 m), wo die Mittagsrast eingelegt wurde. Von diesem aussichtsreichen Berg, wo einst die Grenzen der drei ehemaligen Fürstentümer Hohenzollern, Fürstenberg und Württemberg zusammentrafen, hatten die Wanderer einen herrlichen Ausblick auf das Albvorland und den Hohenzollern. Der Abstieg erfolgte in Serpentinen hinunter zum Naturschutzgebiet "Beurener Heide" (684 m), wo einige seltene Pflanzen bewundert werden konnten. Durch den Hechinger Stadtwald und über den St. Luzen-Weg (ein geteertes Sträßchen) kam man nach 20 Kilometer zum Endziel bei der St. Luzen Kapelle in Hechingen, ein in Deutschland sehr seltenen Renaissancebau, dem einige einen kurzen Besuch abstatteten. Ludwig Beck sprach danach den Dank aller Teilnehmer an den Wanderführer Werner Schmidt aus. Seitenanfang



AV-Betzingen auf der 4. Etappe entlang der "Europäischen Wasserscheide".
Das "Extra-Wandern" des Albvereins Betzingen erfreut sich immer größerer Beliebtheit. So konnte Wanderführer Werner Schmidt am Ausgangspunkt Tailfingen-Stiegel 30 Wanderer begrüßen. Von der Straße "Vor dem weißen Stein" folgte man rechts über einen Feldweg zur Straßenunterführung vorbei am "Brechnetsteighof". Nach ca. einem Kilometer machte man einen kleinen Abstecher hinunter zur Eyachquelle, die zum Neckar fließt. Der Quelltopf wurde 1949 renoviert und liegt auf 833 Meter NN. Über den Wasserscheideweg und ein Stück auf der Landstraße kam man in den Wald und auf den HW 1 (Alb-Nordrand-Weg) der zur Stichwirtschaft, an der Straße nach Onstmettingen, führt. Von hier begann der Aufstieg hinauf zum Albtrauf mit Irrenbergblick und weiter zum "Heiligenkopf" (893 m). Am Trauf entlang ging es weiter und oberhalb dem Gefitzehof wurde die Mittagspause abgehalten. Die Umgebung der "Gefitze" war früher ein auf der Schwäbischen Alb seltenes Hochmoor auf undurchlässigen Tonschichten, das schon 1560 als Ried genannt wird. Von 1832 bis Mitte des 19. Jh. wurde hier Torf gestochen. Heute werden der Hof und die Hochfläche landwirtschaftlich genutzt. Weiter führte der Weg hinauf zum Blasenberg (886 m) mit schönem Blick auf die Burg Hohenzollern. Über den Hörnlesweg am Hotel Zollersteighof vorbei kam man auf den Raichberg (956 m) mit seinem Aussichtsturm, erbaut 1928. Mit einer Höhe von 22 Metern bietet er einen schönen Rundblick über die Schwäbische Alb bis hin zum Schwarzwald. Nun ging es weiter durch ein Trockental hinauf zum "Hangenden Stein", Trauffels (942 m), Backofenfelsen (923 m) und zum "Zeller Horn" (912 m). Hier steht man bei 1,5 Kilometer Luftlinie direkt vor der Burg Hohenzollern. Es ist dies wohl eines der schönsten Motive am ganzen Albtrauf. Von der Schutzhütte des Schwäbischen Albvereins am Zeller Horn ging es steil in Serpentinen hinab und in unmittelbarer Nähe der Kapelle Maria Zell kam man auf dem HW 3 zum Endziel nach Stetten bei Hechingen, das nach 22 Kilometern erreicht war. Hierbei gab es Dankesworte an Wanderführer Werner Schmidt, der wie gewohnt alles im Griff hatte. Seitenanfang



AV-Betzingen auf der 5. Etappe der Europäischen Wasserscheide.
Für die fünfte Etappe war der Ausgangspunkt in Oberdigisheim. Wanderführer Werner Schmidt konnte wieder 19 Teilnehmer begrüßen. Oberdigisheim (776 m NN), ein Ortsteil der Stadt Meßstetten, wurde 768 erstmals in Urkunden des Klosters St. Gallen vermerkt. Im 14. Jh. kam der Ort zur zollerischen Herrschaft Schalksburg und wurde mit dieser 1403 an Württemberg verkauft. Zunächst ging es durch den Ort in Richtung Tieringen und bei den letzten Häusern rechts hinauf über Wiesen an einem Fernsehumstzer vorbei zu den wenigen Häusern von Michelfeld (896 m), zu Oberdigisheim gehörender Weiler, ausgangs des 18. Jh. entstanden. Nordöstlich des Weilers wurden Spuren einer römischen Siedlung gefunden. An einer Radler -und Wanderklause vorbei kam die Wandergruppe der roten Raute folgend hinauf auf den Baienberg (974 m) mit seinem Wasserbehälter und einem Fernsehumsetzer. Von hier wanderte man auf einem Teersträßchen steil abwärts und am Waldende wurde die K 7143 (Tieringen-Hossingen) überquert. Nun ging es durch den Wald zum Aussichtspunkt "Gräbelesberg" (915 m) hoch über dem Eyachtal mit Blick zum Hörnle, Schalksburg, Böllat, Eyachtal, Burgfelden und Laufen. Die günstig gelegene Bergzunge diente während der Keltenzeit als Fliehburg. Die inneren und äußeren Schanzanlagen dokumentieren diese einstige Bedeutung. Eine Besiedlung dürfte auch im frühen Mittelalter durch Alamannen stattgefunden haben. Über die Wallanlagen ging es zurück auf bezeichneten Wanderwegen am Trauf entlang mit immer wieder schönen Ausblicken ins Eyach -und Brunnental und nach Lautlingen. Bald war der Rastplatz oberhalb der Hossinger Leiter erreicht. Nach einer Stärkung führte der Weg über die Hossinger Leiter, die eine Felsenkluft begehbar macht, über zwei Brücken und eine eiserne Treppe an den Felsen entlang immer weiter abwärts durch das Brunnental nach Lautlingen. Nach einem kurzen Besuch der Rundkapelle, die an Claus von Staufenberg und seinen Bruder Berthold, die beide nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 hingerichtet wurden, erinnert, ging es weiter durch Lautlingen und von dort eine Stunde ansteigend hinauf zum Ochsenberg (906 m), wo eine kurze Rast eingelegt wurde. Der Weg führte nun leicht aufwärts durch einen Mischwald links vorbei am Kreuzbühl mit zum Teil sehr alten, knorrigen und bizarr gewachsenen Buchen und weiter auf einem Fahrweg zum Endziel Langenwald, das nach 22 Kilometer erreicht war. Hier nochmals ein Dankeschön an Wanderführer Werner Schmidt für die gute Organisation. Seitenanfang



Der AV-Betzingen auf der 6. Etappe entlang der Europäischen Wasserscheide.
Am Ausgangspunkt Wehingen konnte Wanderführer Werner Schmidt 20 Wanderer begrüßen. Wehingen (777 m NN) selbst wird als "Hauptstadt des Großen Heubergs" bezeichnet. Erste urkundliche Erwähnung war 793. Größte mittelalterliche Grundbesitzer waren die Klöster Reichenau und später das Kloster Alpirsbach. Von hier führte der Weg durch das Gewann "Sandgrube und Moortal" vorbei am Naturdenkmal "Wunderfichte", einer hohen Waldkiefer, deren Äste wie lange Leuchtarme gewachsen sind. Weiter ging es auf einem Wanderpfad hinauf zum Lembergsattel (925 m) und nach einem steilen Anstieg war der Lemberg (1015 m), die höchste Erhebung der Schwäbischen Alb, erreicht. Einige der Wanderer ließen es sich nicht nehmen den 33 Meter hohen eisernen Lembergturm zu besteigen. Von hier hatte man eine schöne Aussicht über das Albvorland und das Neckartal bis hinüber zum Schwarzwald. Zurück ging es auf demselben Weg bis zum Lembergsattel und von dort dem roten Dreieck folgend über den "Sagenwanderweg" mit seinen Informationstafeln, wieder aufwärts zum Hochberg (1009 m) und anschließend zum Oberhohenberg (1011 m). Zusammen mit dem Lemberg und dem Oberhohenberg ist der Hochberg Teil der Europäischen Hauptwasserscheide Rhein/Donau. Auf dem Aussichtsweg vom Hochberg entlang dem Albtrauf bot sich immer wieder ein schöner Blick ins Albvorland. Interessant ist die Info-Tafel auf dem Oberhohenberg mit nachgewiesener , ehemaliger Burg und dem kleinen Örtchen, von dem nur noch der Standort der früheren Nikolauskapelle mit Holzkreuz zu sehen ist. Nun ging es abwärts zu einem Wanderparkplatz mit Grill-und Spielplatz, wo eine Pause eingelegt wurde. Über ein kleines Teersträßchen ging es hinunter nach Deilingen. Erstmals 771 urkundlich erwähnt, gehörte bis zum Übergang an Württemberg zur Grafschaft Hohenberg. Der Ort selbst liegt auf der Europäischen Wasserscheide. Eine Traufe des Rathauses sendet ihr Wasser in den Rhein und die andere in die Donau. Nach verlassen der Ortschaft Deilingen führte der Weg durch eine Feriensiedlung und weiter an zwei Steinbrüchen vorbei über einen Forstweg zum Weiler Tanneck. Nach einem kurzen Stück auf der K 7159 bis zum Eschental ging es auf einem Pfad dem Kohlstattbrunnenbach entlang an einem Stausee vorbei zum Endziel Oberdigisheim, das nach 20 Kilometer erreicht war. Hier nochmals ein Dankeschön an Wanderführer Werner Schmidt. Seitenanfang



Saisonabschluß der Extra-Wanderer des AV-Betzingen.
Ausgangspunkt zur 7. Etappe auf der Europäischen Wasserscheide war der kleine Ort Denkingen (687 m) bei Spaichingen. 818 erstmals in einer Urkunde des Klosters St. Gallen erwähnt. Denkingen war Bestandteil der Grafschaft Hohenberg und gehörte mit dieser bis 1806 zu Österreich, danach wurde es württembergisch. Nach der Begrüßung durch Wanderführer Werner Schmidt führte die 18 Wanderer der Weg durch den Ort bis zur Trasse der ehemaligen Heubergbahn. Der Bau dieser Bahn wurde 1912 begonnen und erst 1928 vollendet. Die Bahnstrecke führte über Denkingen - Gosheim - Wehingen bis Reichenbach und war 18 Kilometer lang. Sie war ursprünglich geplant über Egesheim, weiter bis Nusplingen (insgesamt 26 km), wurde aber 1966 stillgelegt. Auf dem ehemaligen Bahndamm der Heuberg-Bahn, bei gutem Wetter mit herrlichem Panoramablick bis zu den Schwarzwaldhöhen, ging es weiter. Nach einiger Zeit erreichte man eine Wegkreuzung mit einem Marienbildstock und von da folgten die Wanderer dem lokal als "Studentenweg" bezeichneten landwirtschaftlichen Weg nach links in südöstlicher Richtung ansteigend und gelangten nach ca. 400 Metern in den Wald. Nachdem der Wald den Blick über Spaichingen zu den Hausbergen "Karpfen" und "Lupfen" bis in den Schwarzwald freigegeben hatte, kam man auf die asphaltierte Straße zum Dreifaltigkeitsberg, die man nach kurzer Zeit wieder verließ und über einen Waldpfad hinauf zur Wallfahrtskirche kam. Der 985 Meter hochgelegene Dreifaltigkeitsberg ist einer der schönsten Aussichtsberge der Schwäbischen Alb, mit umfassender Aussicht über Albvorland, Schwarzwald, Hegauberge bis hin zu den Alpen. Er war schon in vorgeschichtlicher Zeit eine Fliehburg (später Burg Baldenberg). Die barocke Wallfahrtskirche geht auf eine frühere Kapelle zurück (etwa 1320). Hier oben sind die Claretiner angesiedelt, eine 1849 gegründete Priesterkongregation. Weiter führte der Weg auf dem HW 1 (Alb-Nordrand-Weg) am Trauf entlang zum Segelfluggelände Klippeneck (955 m) mit Wetterstation. Über den Hummelberg (1002 m), hier befand sich der Heuberger Hof von 1884 bis 1904, ging es weiter zur Gosheimer Kapelle, 1858 erbaut von einem Uhrmacher namens Queril Weiß. Sie ist Andachts und Schutzraum. Der Abstieg erfolgte über das sogenannte "Knieschnäpperle" und weiter über Wiesen am Waldrand entlang, wo es für die Fotografen schöne Exemplare von Fliegenpilsen zum fotografieren gab, und nach ca. 16 Kilometern war das Endziel Wehingen erreicht. Beim Abschluß in einem Gasthaus bedankte sich Gert Schmitt bei Wanderführer Werner Schmidt im Namen aller Teilnehmer für diesen schönen Wandertag. Seitenanfang