Museum "Im Dorf"
Die Fruchtkammer:
In der Fruchtkammer lagerte das ausgedroschene und gereinigte Korn, hier wurde das Mehl in Säcken oder in einer Mehltruhe, das Dörrobst in "Hutzeltruhen" aufbewahrt. Ein Diagonalschnitt durch eine, normalerweise den halben Raum einnehmende Fruchtschütte mit "künstlichen"Leinensäcke Kornhaufen veranschaulicht die prozentualen Anteile der in Betzingen angebauten Kornsorten im Jahre 1878. Auf 46% der Getreidefläche baute man zu dieser Zeit noch Dinkel an, das wichtigste Brotgetreide des 19. Jahrhunderts. Im 20. Jahrhundert wurde der Dinkel völlig vom Weizen verdrängt: das Weißmehl setzte sich durch.

Der Bedarf an Säcken war früher sehr groß. Sie wurden vor allem zur Aufbewahrung und zum Transport von Getreide und Mehl benötigt. Die oft kunstvoll bemalten Leinensäcke erinnern an den Beruf des "Sackzeichner". Dieser zog als Wanderarbeiter durchs Land und bemalte die Säcke der Bauern mit einer einfachen Ölfarbe aus Leinöl und Kienruß. Neben dem Ort sind die Berufszeichen der Besitzer aufgebracht.

Hohlmaße
Im 19. Jahrhundert war es noch üblich, das eigene Getreide zum Müller zu bringen und gegen Entgelt mahlen zu lassen. Später lieferten die Bauern ihr Getreide ab und erhielten dafür die entsprechende Menge Mehl, allerdings nicht mehr von "eigenem Korn und Schrot".

Neben der Kornschütte befinden sich alte württembergische Hohlmaße, sogenannte Simri. Sie wurden bis zur Einführung eines einheitlichen Gewichtsmaßes zum Abmessen des Getreides verwendet. Mit Einführung der neuen Handelsgewichte traten Waagen an ihre Stelle.


Museum |
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Vorratskammer
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Abtritt
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Ausgedingkammer
Trachtenraum
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Heubarn
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Stall
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Futtergang
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Dunk
Tenne
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Gewölbekeller
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Wechselausstellungsraum
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© Albverein Betzingen 21.07.2004