Museum "Im Dorf"
Die Dachkammer:
Dieser Raum diente neben der Aufbewahrung von Leinenvorräten hauptsächlich als Schlafkammer für die meist zahlreichen Kinder des Hauses. Schon Kleinkinder im Alter von zwei oder drei Jahren schliefen hier von den Eltern getrennt. Lediglich Säuglinge blieben in der Kammer der Eltern oder Großeltern.

Darüber hinaus brachte man in der Dachkammer Mägde und Knechte unter, die es allerdings nur bei den größeren Bauern in Betzingen gab. In den arbeitsintensiven Phasen, bei der Ernte oder beim Dreschen, halfen vor allem landwirtschaftliche Saisonarbeiter von der Schwäbischen Alb, die dann ebenfalls unterm Dach ihr Lager aufschlugen. Hier hatte der Arbeitgeber sie am besten unter Kontrolle. Im Stall oder im Heu durfte wegen der großen Feuergefahr im Bauernhaus nicht genächtigt werden. Nur selten wurde den Saisonarbeitern ein Bett zur Verfügung gestellt, der Boden und allenfalls eine Strohmatratze mussten ihnen genügen.

Freie Schlafplätze vermietete man hauptsächlich an Arbeiter, die seit Bestehen der Fabriken nach Betzingen zogen und die als "Kost- und Schlafgänger" bezeichnet wurden. Die in der Umgebung abgehaltenen Manöver führten zu Einquartierungen von Soldaten mitsamt ihren Pferden. In dem Haus, in dem sich heute das Museum befindet, waren z.B. 1866 zwölf Soldaten und im Stall vier Pferde untergebracht.

Museum |
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Vorratskammer
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Abtritt
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Ausgedingkammer
Trachtenraum
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Heubarn
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Stall
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Futtergang
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Dunk
Tenne
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Gewölbekeller
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Wechselausstellungsraum
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© Albverein Betzingen 19.07.2004