Flora und Fauna unserer Region
Fotografien von Karen Andrea Böhme und Karl Reuter jun.
03. April - 30. Oktober 2011
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Wussten Sie, dass es rund um Reutlingen sehr viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten gibt? Man kann sie direkt in Betzingen vor der Haustür, an den Hängen von Achalm und Georgenberg oder auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb finden - wenn man sie kennt und ein geschärftes Auge für die kleinen Naturschönheiten hat. Karen Andrea Böhme und Karl Reuter jun. sind Naturfreunde und Naturfotografen aus Leidenschaft. Als aktive Mitglieder des Schwäbischen Albvereins in Betzingen sind sie viel in der Natur unterwegs. Sie haben einen Blick für seltene Arten und das Können, diese in beeindruckenden Fotografien fest zu halten. Die Geduld, die zur Aufnahme der Tierwelt gebraucht wird, spricht aus den Fotos. Ebenso die Vielfalt und Schönheit der heimischen Flora und Fauna.
Fotograf: Karl Reuter jun. Der Alpenbock gehört mit einer durchschnittlichen Körperlänge von 3 cm zu den großen Bockkäfern. Charakteristisch sind die langen Fühler der Männchen und die unverwechselbare Zeichnung des Körpers. Die blaue Färbung entsteht durch eine sehr feine, dichte Behaarung. Die schwarz erscheinenden Körperteile sind haarlos. Der Käfer benötigt zur Eiablage totes oder im Absterben begriffenes Holz. Dabei zieht er Buchen in sonniger Lage anderen Hölzern vor. Man trifft den Alpenbock in höheren Lagen der Alpen, aber auch in voneinander isolierten Populationen in Ungarn, Frankreich oder Tschechien. Auf der Schwäbischen Alb ist er sehr selten geworden. In Deutschland steht er bereits seit über 70 Jahren unter Naturschutz. Die Rote Liste der gefährdeten Arten Deutschlands bezeichnet seinen Bestand als stark gefährdet.
Die Schlingnatter wird auch Glattnatter genannt. Sie ist ungiftig und deshalb für den Menschen völlig ungefährlich. Allerdings wird sie häufig mit der giftigen Kreuzotter verwechselt. Die Schlingnatter windet sich um größere Beutetiere und erstickt diese daher der Name. Sie erreicht im Durchschnitt eine Länge von 75 cm. Die Männchen sind eher braun bis rotbraun gefärbt, bei den Weibchen dominieren graue Farbtöne. Charakteristisch für die Schlingnatter ist der dunkle Streifen, der an der Kopfseite vom Nasenloch über das Auge bis zum Mundwinkel verläuft. Sie kommt in fast ganz Europa (mit Ausnahme von Nord- und Mittelskandinavien) und Westasien vor. In vielen Ländern steht die Schlingnatter unter scharfem Naturschutz und darf nicht gefangen oder gar getötet werden. Auch in Deutschland steht sie unter Naturschutz und gilt laut der Roten Liste der gefährdeten Arten Deutschlands als im Bestand gefährdet.
Der Schwalbenschwanz gehört mit einer Spannweite von 50 bis 75 mm zu den größten Schmetterlingen in Deutschland. Durch seine auffällige Färbung ist er leicht zu erkennen. Besonders charakteristisch sind die roten Augenflecken und das blaue Band an der hinteren Innenseite der schwarz-gelb gemusterten Flügel. Er bevorzugt als Lebensraum das sonnige und offene Gelände, wie z.B. Trockenrasenflächen. Man findet den Schwalbenschwanz auf fast der gesamten Nordhalbkugel der Erde. In Deutschland steht er noch nicht auf der Roten Liste der gefährdeten Arten, wird aber auf einer Vorwarnliste geführt. |
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