Liebe Mitglieder und Freunde des Albvereins Betzingen!
Zu Beginn des neuen Wanderjahres 2010 möchte Ihnen die Ortsgruppe Betzingen ihr neues Veranstaltungsprogramm vorstellen. Die darin aufgeführten Wanderungen, Ausfahrten und Veranstaltungen machen deutlich, dass die Ortsgruppe Betzingen des Schwäbischen Albvereins auch im 120. Jahr ihres Bestehens ein lebendiger Verein ist, der aus der Riege der örtlichen Vereine in Betzingen nicht wegzudenken ist.
Im vergangenen Vereinsjahr ist es gelungen, die Nachfolge unseres verdienten Museumsbetreuers Kurt Necker in guter Weise zu regeln. Ab der neuen Saison wird unser Ortsgruppenmitglied Karl Schall den Stab übernehmen und das "Museum Im Dorf" betreuen. Das der Schwäbische Albverein Betzingen im Auftrag der Stadt Reutlingen "in Schuss hält". Eine gute Nachfolgelösung, die in positiver Weise die Kontinuität erkennen lässt, die wir in diesem Aufgabenbereich dringend brauchen.
Liebe Albvereinsfreunde, die Ortsgruppe Betzingen besteht im Jahre 2010 seit 120 Jahren! Sie gehört somit zu den ältesten Ortsgruppen im Gesamtverein. Betzingen ist auch mit 812 Mitgliedern mit Abstand die mitgliederstärkste Ortsgruppe im Lichtensteingau und sie steht, verglichen mit vielen der 570 Ortsgruppen im Gesamtverein, gut da. Aber die viel zitierte "demografische Entwicklung" macht auch vor unserer Ortsgruppe nicht halt. Fortschreitende Überalterung und zunehmende Schwierigkeiten bei der Besetzung verantwortlicher Funktionen im Verein sprechen eine deutliche Sprache. Verstärkte Familienarbeit auf allen Ebenen des Schwäbischen Albvereins kann in dieser Situation stabilisierend wirken und eine positive Entwicklung einleiten. Auch in der Ortsgruppe Betzingen arbeiten wir daran und alle Mitglieder und Freunde des Albvereins Betzingen sind aufgerufen, aktiv an diesem Prozess mitzuwirken.
Zurückgehende Mitgliederzahlen und der damit verbundene Rückgang an Beitragseinnahmen, sowie sinkende Zuschüsse des Landes Baden-Württemberg bereiten dem Verein zunehmend Sorgen. Die Auflagen für Brandschutz und Abwasser, die wir bei unseren Wanderheimen zu gewärtigen haben, sind hoch und überaus kostenintensiv. Hinzu kommt, dass die Ausstattung vieler Wanderheime nicht dem heute auch von Wanderern allgemein erwarteten Standart entspricht. Es ist aus diesen Gründen leider unumgänglich, dass der Schwäbische Albverein ein weitreichendes Einsparprogramm auflegt und Ausgaben zu reduzieren versucht. Außerdem müssen wir, ob wir dies wollen, oder nicht, uns auch mit dem Thema "Verkauf von Immobilien" befassen. Natürlich denkt niemand daran, etwas den Roßberg oder die Burg Derneck zu verkaufen, aber es gibt im Vereinsgebiet durchaus auch Objekte, über deren Verbleib im Besitz des Albvereins man nachdenken kann.
Der Konsolidierungskurs des Hauptvereins allein wird jedoch sicher nicht ausreichen, die Krise zu bewältigen. Aus diesem Grund hat der Hauptausschuss eine zweistufige Beitragserhöhung für die nächsten beiden Jahre beschlossen. Diese Entscheidung ist allen Verantwortlichen nicht leicht gefallen und es wurde heftig um sie gerungen. Letztlich war die Entscheidung für die Erhöhung jedoch unumgehbar; sie wird, zusammen mit dem schon genannten Sparprogramm den Verein in überschaubarer Zeit wieder in ruhigere Gewässer bringen; dies, so glaube ich, ist eine realistische Prognose. Die neuen Vereinsbeiträge finden Sie auf den letzten Seiten dieses Veranstaltungsprogramms.
Der Schwäbische Albverein ist nicht nur ein Wanderverein, er engagiert sich ebenfalls stark in den Bereichen Naturschutz, Brauchtums- und Heimatpflege. Um diesen Kern von Zielsetzungen herum sind im Albverein vielfältige Aktivitäten möglich, vorausgesetzt, es existieren Menschen, die sich dafür engagieren!
Deshalb rufe ich Sie auf, sich mit Ihren Ideen beim Schwäbischen Albverein einzubringen. Zeigen Sie Initiative und tragen Sie dazu bei, unsere Ortsgruppe auch in Zukunft mit Leben zu erfüllen.
In diesem Sinne grüße ich Sie herzlich und wünsche Ihnen, auch im Namen von Vorstand und Ausschuss unserer Ortsgruppe, ein erlebnisreiches Vereinsjahr 2010.