Markenzeichen Tracht
20. April - 26. Oktober 2008
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"... Und wer etwas verkaufen will, der zeigt dem Menschen Schönes". Unter diesem Motto nutzten schon im 19. Jahrhundert Firmen und Verkäufer den hohen
Bilder des "heiteren Betzinger Lebens" und das Lebensgefühl einer "schwäbischen Landidylle" wurden als verkaufsfördernde Anreize für Waren erkannt und eingesetzt. Die Werbewirksamkeit der Tracht resultiert aus der Vermarktung eines schönen "Wunschbildes": In den Trachtenabbildungen sind die vom Bürgertum gesuchten Bilder der Heimat, der ländlichen Stimmung und der Harmonie vereint.
Reklamemarken und Postkarten warben mit ländlichen Genreszenen für ihre Produkte: Die Trachtendarstellungen
Mit dem Markenzeichen Tracht warb und wirbt auch die Stadt Reutlingen in Stadtführern und auf Souvenirs für sich als lohnendes touristisches Ziel. Für die Landesgartenschau in Reutlingen 1984 wurde das Werbelogo der "Perle der Trachtendörfer" auf Plakaten benutzt. Im Alltag werden Gebrauchsgegen-stände seit langem durch Abbildungen verschönert: Findet man diese Anfang des 20. Jahrhunderts auf Pfeifen wieder, werden bis heute Vasen, Krüge und Gläser mit den Trachtendarstellungen verziert. Ebenso entstehen im Kunsthandwerk Trachtenträger als naive Holzskulpturen, Tonfiguren oder als aufwändig gefertigte Porzellanpuppen.
In der Ausstellung wird eine Fülle an Objekten gezeigt, die sich mit dem Markenzeichen der Betzinger Tracht verbinden lassen: Winterhilfswerkfiguren, antiquarische Trachtenpuppen, historische und zeitgenössische Gegenstände aus Alltag, Kunst und dörflicher Lebenswelt. |
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