Ausstellung im Museum "Im Dorf" Betzingen: Lebensbilder
Karl Digel ist vor allem als Künstler bekannt. Sein malerisches Können ist jedoch nur eine Facette seiner Persönlichkeit. Darüber hinaus war er leidenschaftlicher Naturbeobachter, einfallsreicher Fotograf und gläubiger Mensch.
Digel kam aus einer alteingesessenen Betzinger Familie. Typische Objekte aus der dörflichen Tradition wie das Brautschappel seiner Mutter, ein Schlittengaul des Wagners Sauer sowie zahlreiche Familienfotos machen seine regionale Verwurzelung deutlich.
In seiner Malerei wie in seiner zweiter Leidenschaft, der Fotografie, spiegelt sich eine intensive Naturverbundenheit wider. Der begeisterte Bergsteiger war ein guter Beobachter der heimischen Tier- und Pflanzenwelt, die er in einzigartigen Schwarz-Weiß und Farb-Aufnahmen festhielt. Seine Plattenkamera, sein Buch über den Bussard sowie etliche Postkartenreihen stellen diese Seite des Künstlers vor. Besonders fasziniert war Digel von Schmetterlingen und Käfern. Eine Auswahl seiner Sammelkästen zeigt die Schönheit der buntschillernden, einheimischen und exotischen Falter.
Die vielfältigen Exponate aus dem Nachlass vermitteln einen Einblick in ein Menschenleben voll Originalität und Kreativität. So überrascht die Ausstellung mit bisher unbekannten Details über den Betzinger Künstler.
Ausstellung in der Kreissparkasse in Betzingen: Ölgemälde
Im Landschaftsbild der Schwäbischen Alb ist Karl Digel ebenso zu Hause wie in der Sichtweise auf den Ortskern von Betzingen. Dort in den Winkeln und Gassen der 1920er und 1930er Jahre begann sein Einstieg in die Malerei: Aufmerksam registrierte er "Trippel, Trepp und Fürdach" - um an das 1999 erschienene Buch seines Vetters Normann Bögle zu erinnern - was dann Jahrzehnte später an Bausubstanz der Spitzhacke und dem Drang nach Um- und Ausbau unterlag. Beide haben sich in ihrer Bildauffassung gegenseitig inspiriert.
Es blieb bei Karl Digel nicht bei der romantischen Anleihe und bei der oft fotografischen Nachzeichnung in seiner Malerei. Viele Stillleben bildeten in Form- und Farbduktus den Übergang und Aufbruch zu seiner umfassenden bildnerischen Wanderschaft mit Pinsel und Palette zu den Höhen der impressionistisch-vereinnahmten Alblandschaften.
In der Kunstsammlung der Kreissparkasse Reutlingen finden sich vorwiegend solche Ölgemälde, die nur in der Betzinger Zweigstelle, ergänzt mit Exponaten des Heimatmuseums Reutlingen und aus privatem Bestand, einen Ausschnitt des Schaffens von Karl Digel zeigen.
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1905
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Am 11. Juni in Betzingen geboren | |
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1919-23
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Schlosserlehre bei der Maschinenfabrik Ulrich Kohllöffel in Reutlingen | |
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1923-45
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Berufstätigkeit als Eisendreher bei Kohllöffel | |
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1928-33
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Malunterricht bei Kunstmaler Ferdinand Koch, Bad Liebenzell | |
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1934
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Fertigstellung des Manuskripts "Busso und sein Reich" | |
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1940
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Ausstellung im Gasthaus "Ochsen" in Reutlingen | |
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um 1942
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Teilnahme an einer Gemeinschaftsausstellung im Kunsthaus Schaller, Stuttgart | |
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ab 1945
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Freiberufliche Tätigkeit als Maler und Kunstfotograf | |
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1953
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Veröffentlichung des Tierbuchs "Busso und sein Reich", Einzelausstellungen (Gemälde und Fotografie) in der Stadtbibliothek und im Spendhaus Reutlingen | |
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1954-57
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Beteiligungen an Gruppenausstellungen im Spendhaus Reutlingen | |
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1955
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Einzelausstellung in der Stadtbibliothek Reutlingen | |
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1974
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Am 13. Juli in Reutlingen gestorben |
Ausstellung im Museum "Im Dorf" Betzingen
Karl Digel zum 100. Geburtstag: Lebensbilder
12. Juni - 30. Oktober 2005
Eintritt frei, Führungen nach Vereinbarung
Ausstellung in der Kreissparkasse in Betzingen
Karl Digel zum 100. Geburtstag: Ölgemälde
12. Juni - 09. September 2005
Kreissparkasse in Betzingen
Steinachstr. 25-27
72770 Reutlingen-Betzingen
Telefon: 07121/916-0
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